„Hinschauen - Eingreifen"
Zivilcourage ist keine Sache für Einzelkämpfer, sie geht alle an!
In der Handlungskonferenz Stuttgart Süd entstand das Projekt Hinschauen - Eingreifen. Es wurde zunehmend festgestellt, dass Zivilcourage in der Gesellschaft immer mehr in den Hintergrund rückt. In den Medien ist fast täglich das Thema Gewalt gegenwärtig. Durch dieses Projekt soll das Thema Gewalt thematisiert werden und für mehr Zivilcourage geworben werden. Im Verlauf des Projekts werden Handlungsstrategien für alltägliche Konfliktsituationen in unterschiedlichen Settings kennen gelernt und erprobt.
Das Projekt soll zunächst erwachsene Personen (Bürger/innen, Vertreter/innen aus den unterschiedlichsten Institutionen wie Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Kirche, Einzelhandel, Sportvereine, Migrantenvereine etc.) aus dem Stuttgarter Süden ansprechen und für das Thema sensibilisieren. Ein klarer „Stadtteilstandpunkt" soll erarbeitet werden, um gemeinsam verantwortungsbewusst mit der Zielgruppe Kinder und Jugendliche zu arbeiten.
Das Projekt startet mit einer Auftaktveranstaltung an die sich 2010 und 2011 thematisch orientierte Folgeveranstaltungen anschließen.
Auftaktveranstaltung:
25.03. 2010 im Mehrgenerationenhaus in Heslach
18.00 Uhr Offener Beginn
18.30 Uhr Begrüßung durch Bürgermeister Dr. Martin Schairer und Bezirksvorsteher Rupert Kellermann
Theaterstück Wilde Bühne
Vortrag Rüdiger Niemann: Ist Zivilcourage als Einmischung ohne Risiko möglich?
Die Veranstaltung moderiert Michael Lehmann vom SWR 1
Folgeveranstaltungen:
20.4.2010 Den Stadtteil erforschen
Jugendhaus Süd und Jugendsachbearbeiter der Polizeiwache in der Böheimstr. informieren:
Wie verhalte ich mich in bestimmten Gefahrensituationen?
Wie ist das Verhalten gewaltbereiter Jugendlicher erklärbar?
Wo fühle ich mich im Stadtteil unsicher? Anschließende Begehung.
29.4. + 6.5. Mobile Jugendarbeit Fangelsbach: Coolness/- Deeskalationstraining für Jugendliche
Jugendliche ab 13 Jahren erlernen Strategien, wie sie sich als Beteiligte in bedrohlichen Situationen oder als Beobachter verhalten können. Darüber hinaus werden Handlungsstrategien bei Provokation durch Andere erlernt, um eigene Gewalttätigkeit vorzeitig entgegen wirken zu können.
8.6. Städtische Elternseminar: Gewalt und Aggression von Kindern und
Jugendlichen; Konflikte lösen ohne Gewalt - wie können Eltern Kinder dabei helfen. Wie entsteht aggressives Verhalten? Was unterscheidet Gewalt und Aggression?
23.11. Stadt Stuttgart, Jugendgerichtshilfe: Wenn Jugendliche gewalttätig werden -
taucht die Frage nach dem Warum auf. Und, was sind das denn für junge Menschen? Diese Frage wollen Mitarbeiter/innen der Jugendgerichtshilfe mit interessierten Bürger/innen diskutieren. Es werden strafrechtliche Konsequenzen und pädagogische Interventionen vorgestellt, durch die die jungen Menschen unterstützt werden, ihre Gewaltproblematik zu bearbeiten.
Wer darüber hinaus Interesse an den Folgeveranstaltungen hat:
Hier gibt es den Flyer dazu. Weitere Infos gibt es bei Heidrun Lang (heidrun.lang@ejus-online.de)


